Wo Geburtshilfe schließt, stirbt die Zukunft der Region ein Stückchen mit. Wieder geht das zu Lasten von Frauen.
Frauen brauchen eine sichere, wohnortnahe Versorgung, Betreuung und Begleitung in der Schwangerschaft, vor, während und nach einer Geburt sowie bei Komplikationen oder einer Fehlgeburt.
Sie müssen die Wahlfreiheit haben können, wie sie ihre Kinder zur Welt bringen wollen.
Darum wollen wir sichtbar machen, dass das Sterben von Geburtshilfe und Kreißsälen fatal ist – die Begründung “aus wirtschaftlichen Aspekten” ist es genauso.
Wir fordern von der Bundesregierung ein Moratorium für die Schließung von Kreißsälen in ländlichen Räumen, Maßnahmen zum Erhalt in strukturschwachen Räumen sowie zur Sicherung von Hebammen in den Regionen.
Wir fordern die Bundesregierung und Landesregierungen auf:
👉 Keine Krankenhausreform zulasten der Geburtshilfe
👉 Maßnahmen zur Sicherstellung der Finanzierung für Geburtshilfe und Zusatzpauschalen für Kreißsäle in ländlichen Regionen mit Strukturdefiziten
👉 Maßnahmen zur Sicherstellung von Hebammen
Wir gründen mit Euch und Ihnen ein Netzwerk “Pro Geburtshilfe”.
Zeigt mit uns Gesicht.
Wer sind wir?
Wir sind Monique (41) und Franziska (43).
Wir leben in der Oberlausitz, sind Mütter und kennen die Situation hier vor Ort sehr gut – auch aus eigener Erfahrung.
Die erneute Schließung eines Kreißsaals im ländlichen Raum macht uns wütend. Hier wird auf Kosten von Frauen und Familien gespart. Das wollen und können wir nicht hinnehmen.
Wir wissen, wie sich Wege anfühlen, die zu lang sind. Wie unsicher man sich dabei fühlt und welche Gedanken einem dabei durch den Kopf gehen. Wenn deine Postleitzahl darüber entscheidet, wie gut deine Versorgung sein kann, dann wird Geburt zum Luxus und treibt Frauen und Familien aus der Region.
Wir wollen und dürfen das nicht einfach schweigend geschehen lassen und haben uns deshalb für diese Kampagne entschieden. Wir wissen, dass wir damit nicht allein sind, und wollen genau das sichtbar machen.
